Montag, 17. August 2009

Darf ich vorstellen: Ihre Majestät, Rigi, die Königin der Berge

Zwar nicht so abgeschieden und ganz so naturnah wie der Kronberg, dafür aber gut erschlossen für ein momentanes Läuferknie (leider auch für sehr viele Touristen), und eine unglaubliche, nie erfahrene, unvorstellbare Aussicht- das sind die Dinge, die mir bezüglich der Wanderung auf die Rigi letzten Samstag einfallen. Lasset die Bilder für sich sprechen.

Dienstag, 11. August 2009

Nachhaltiges Nachtwachehalten

Ja, man glaubt es kaum, aber auch im Sommer sitze ich (Anti-Nachteule) jetzt schon manchmal im Dunkeln bei der Arbeit. Ohne Schreibtischlampe geht das irgendwie schlecht, also musste eine her, aber wenn schon, dann eine langlebige, Quecksilber (in wiefern die Energiesparlampen also tatsächlich sparsam in ihren schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt sind, ist ohnehin fraglich)- und Elektrosmog-freie, trotzdem energiesparende Lampe. Gefunden habe ich das neue 'Licht der Zukunft'- LED, kurz für Light Emitting Diode. Sie basieren auf Halbleiterverbindungen und wandeln den Strom direkt in Licht um- kein Wärmeverlust also. Einziges Manko: Die Technologie ist noch nicht so ausgereift, als dass sie an die Helligkeit von normalen oder Energiesparlampen herankommen (zumindest bei Schreibtischlampen). Nun habe ich aber eine ganz akzeptable LED-Lampe mit 48 Leuchten gefunden, die auch diesen Punkt wettmachen dürfte. Wo? Bei Pearl, dem Elektronikversandhandel. Nicht so billig wie die aus dem Discounter zwar, aber dafür nachhaltig und zweckmäßig.

Warum laufen (und nicht joggen!)?

"Running is something that hurts. It’s a wonderful thing. It’s a gift in my life. But it’s painful, and it hurts and takes a lot of time. Have patience. Stick with it and don’t expect results overnight." Kara Goucher im Interview in der NY Times.

Gute Gründe:

  • Morgens verschlafen in den Sonnenaufgang hineinlaufen, wach werden, sich aufs Frühstück freuen und munter in den Tag starten.
  • Zitternd vor Kälte staunend bemerken, wie der Körper langsam für dich alles ganz alleine gemütlich machen kann.
  • Geistige Stärke gewinnen, die nicht nur gegen körperliche Faulheit hilft.
  • Stolz auf sich sein, wenn man sich überwindet, beschämt sein, wenn man merkt, man hätte sich gar nicht überwinden müssen, weil es ganz einfach ging, wieder stolz sein, weil man etwas über sich selbst erfahren hat.
  • Staunen über die Natur, die es eingerichtet hat, dass sich nach jedem müden Abend frische Beinen aus dem Bett erheben können.
  • Auf den Körper horchen, in dem doch so viel Konstruktionsfehler verstecken, die durch intensives Training hervorgekitzelt werden können.
  • Stolz auf sich sein, wenn man sich nicht überwindet, weil es ernsthafte Gründe dafür gibt.
  • Sorgen, niedrigen Blutdruck, Verkrampfungen, Minderwertigkeitskomplexe, Ärger, Faulheit weglaufen.
  • to be continued...

Wanderung auf den Kronberg

Freitag, der 7. August, strahlend blauer Himmel, ein sanfter, früher Morgen und ich sitze im Bus und freue mich auf den Tag.
Mit einer kleinen Wandergruppe (zwei Frauen, ein Mann und ich) geht es mit dem Zug in die Schweiz, nach Jakobsbad. Hatten wir zwar vorher die Zuverlässigkeit der Schweizer Bahn noch gelobt, wurde unsere Fahrt prompt durch einen Zwischenfall unterbrochen: Der Zug blieb liegen und wir mussten auf einen schienenersatzverkehrsmäßigen Bus warten, der sich doch etwas Zeit ließ, sodass wir schließlich eine Stunde im Verzug waren. Aber die Zeit konnten wir ganz gut nutzen, um uns untereinander besser kennen zu lernen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie interessant andere Menschen sind und wieviel Neues man durch sie erfährt! Andere Informationen als sie in den Büchern stehen, aber solche, die unglaublich viel emotionale Bedeutung haben.
Mittlerweile lasse ich mich von solchen ärgerlichen Zwischenfällen, die nun keine mehr sind, gar nicht mehr beeindrucken, sondern nehme das alles gelassen. Aber ein wenig mulmig bezüglich des weiteren Tagesverlaufs war mir schon- schließlich war das meine erste Bergwanderung (die ich mir aber immer gewünscht hatte!)!
In Jakobsbad angekommen, ging es erst auf einer Teerstraße durch sanft geschwungene Hügel mit leichtem Anstieg, rechts und links grünsaftige Wiesen, gespickt von winzigen Hüttchen, die wohl die Wohnstätten der "Wobi- oder Loobäpeter (Info: 'Wobi' oder 'Lobi' sind schweizerdeutsche Dialektwörter für 'Kuh')" bzw. irgendwelcher niedergelassenen Millionäre waren. Über uns, neben uns, Berge, Wälder, Täler, Sonne. Herrlich! Dass es noch herrlicher werden sollte, mit jedem Schritt konnte ich da ja noch nicht ahnen. Es ging durch waldige Abschnitte, mit zahlreichen Schträzer (ein Traum!), immer höher. Und zum ersten Mal seitdem ich nach Konstanz gezogen bin war es wirklich ruhig- keine Flugzeuge, keine Schießanlagen, Autolärm, die störend in die Waldes- und Wiesenruhe hineinfunkten. Dafür waren die Gespräche zwischen uns umso anregender, die nur von Zeit zu Zeit von den sanft klingenden Glocken der wunderschönen Almkühe begleitet wurden. Jetzt war ich nicht mehr nur gelassen, sondern wirklich vögeliwohl! Spektakulär war dann, als sich dieses feine Geklingel in ein ganzes Konzert verwandelte, als uns eine ganze Herde der Kühe in rasendem Gallopp entgegengetrieben wurde (Foto 5). Atemberaubend, plötzlich Auge in Auge mit einem hörnertragenden, wenn auch friedlichem Leib zu stehen. Auf einmal fühlt sich der allen Tieren durch sein Wissen doch sonst überlegene Mensch ganz klein, spürt, dass hier zwei Lebenswelten aufeinander stoßen, die beide ihre Berechtigung haben. Unwissend, ob die Kuh ebenso viel Interesse für das Gegenüber aufbringen kann, wie dieses für sie, stößt es den Menschen vom Thron, und er bleibt hilflos zurück, wenn sie den Blick abwendet und leichtfüßig über Stock und Stein den Berg hinunter rännä kann. Den größten Teil des Aufstiegs geschafft, machten wir in der Nähe einer kleinen Hütte, wo sich kleine Appenzeller Sennenhund-Welpen sowie Katzenbabies tummelten (Foto 8), Rast, wo ich unter Blick auf eine herrliche Bergmassiv- und Talkulisse (Foto 7) meine Bürli und meine Guggumärä verzehrte. Danach ging es noch höher hinauf, bis zum Gipfel, wo es leider etwas neblig war, sodass man auf eine allzu spektakuläre Aussicht zwar verzichten musste, dafür aber zumindest die Umrisse der umgebenden Berge, insbesondere den Säntis erkennen konnte. Nach einer kurzen Rast im Gipfelrestaurant ging es dann flotten Schrittes den Berg sanft wieder hinab (Foto 11); und tatsächlich erreichten wir 3 Minuten vor Ankunft unseres Zuges rechtzeitig den Bahnhof.
Einer der herrlichsten Tage meines Lebens; nette Begleitung, keine wunden Füße trotz ausgetretenen Turnschuhen, keine müden Beine, kein Sonnenbrand dank Creme und Mütze, aber dafür eine Menge wunderschöner Bilder im Herzen (und in der Kamera meines Begleiters!), Geräusche im Ohr und Pläne im Kopf für die nächste Wanderung, die wahrscheinlich auf den Rigi (Vierwaldstättersee) gehen wird.
Und für alle, die vielleicht ein klein wenig teilhaben wollen, hier das Fotoalbum.
Bis demnächst, vom Rigi!

Montag, 3. August 2009

Sommerakademie für Jazz 2009

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal auf der Sommerakademie für Jazz (Leitung Bernd Konrad), und zwar in der Gesangsklasse. - Eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Dank einer supernetten Gruppe, einer der besten Jazzsängerinnen, die ich je gehört habe als Gesangslehrerin (Anne Czichowsky! Sie gewann 2008 einen Internationalen Jazz Singer Contest in Finnland und belegte in diesem Jahr den zweiten Platz im International Jazz Voices Contest in Litauen), die sogar aus mir Improvisationsversuche herausbrachte, jede Menge superschöne Jazzmusik und ein abgefahrenes Abschlusskonzert kann ich mich jetzt geradeheraus als jazzverliebt bezeichnen.

Hier zum Nachempfinden zwei Videos von der absolut unglaublichen Anne: Es sind diejenigen Stücke, die sie auch beim Abschlusskonzert gesungen hat.
Round Midnight
Jackie

Und ebenfalls noch ein Link zur Seite der Jazzstudenten, die am Samstag ein Konzert für die Teilnehmer gegeben haben: Eine der schönsten Jazzstücke, die ich je gehört habe!
Fabian Meyer

Sonntag, 5. Juli 2009

Une excursion sucrée en Suisse

Le mois dernier, j'ai visité la fameuse usine de chocolat, Chocolat Stella, à Kreuzlingen avec mon amie H. Ce jour, il a fait très chaud. En fait, ce n'était pas un jour appropié pour acheter du chocolat. Mais notre appétit et notre curiosité étaient plus forts que notre raison. Nous nous sommes rencontrées à la station. Là, nous avons pris le bus à Kreuzlingen. Pour moi, il était la premiére fois que je faisais une excursion en Suisse. C'est pourquoi j'étais très curieuse de decouvrir le monde des Suisses. A l'arrêt de bus nous sommes allées à l'usine de chocolat. C'est-à-dire, nous avons voulu y aller. En realité nous nous sommes perdues. Heureusement, nous avons pu demander le chemin à une piétonne. Après la Suisse gentille nous avons montré le chemin, il n'était pas très loin et nous sommes arrivées à notre but. Nous avons eu en nage, mais trés contentes et nous nous avons réjoui de visiter l'usine. Malheureusement, les employées nous ont informées qu'en Suisse il est interdit d'entrer dans l'usine sans une autorisation spéciale. Nous avons pensé: "Quelle dommage!" et nous allions sortir alors que nous avons découvert la pâtisserie de Chocolat Stella. Là, nous avons acheté du chocolat le pur, le frais et le spécial que possible. C'était mieux que rien. Mais nous avons ésperé que le chocolat ne fondrais pas pendant notre chemin de retour. C'est pourquoi faute de mieux nous avons dû manger la grande partie du chocolat. De cette manière nous avons pu transporter le chocolat précieux chez nous sans dommage. En résumé, c'était une belle journee!

(Remarques: Cette histoire n'éleve pas de prétentions de dire vrai. ;) )

Zwei schnelle Schönheiten

Mittwoch, 24. Juni, vor Bus und Uni auf die Schnelle noch einen Spaziergang durchs schöne Litzelstetten, Obstbaum- und Wäscheduft, Gras- und Zeitunggeraschel in atmosphärisch-morgenstimmiger Liaison, da vollenden den Morgen ganz unvermutet zwei unbeschwert spielende Katzen, obwohl er gerade erst begonnen hat, formulieren den Flair auf den Punkt genau, wenn doch nicht sprachlich, wohl aber kätzisch die Flüchtigkeit selbst verkörpernd. Welch' besondere Ehre kommt mir zuteil, dass ich mal eine Berührung erhaschen darf, von der ich aber ob ihrer Transienz nicht einmal sicher bin, ob ich sie tatsächlich als solche bezeichnen darf.
Da Busse im Allgemeinen auch sehr flüchtig sind, bleibt es bei dieser kurzen, aber schwerwiegenden Begegnung. Wiederholung aber nicht ausgeschlossen...