(Remarques: Cette histoire n'éleve pas de prétentions de dire vrai. ;) )
Roasted Vegetable Recipes
vor 5 Tagen
Mittwoch, 24. Juni, vor Bus und Uni auf die Schnelle noch einen Spaziergang durchs schöne Litzelstetten, Obstbaum- und Wäscheduft, Gras- und Zeitunggeraschel in atmosphärisch-morgenstimmiger Liaison, da vollenden den Morgen ganz unvermutet zwei unbeschwert spielende Katzen, obwohl er gerade erst begonnen hat, formulieren den Flair auf den Punkt genau, wenn doch nicht sprachlich, wohl aber kätzisch die Flüchtigkeit selbst verkörpernd. Welch' besondere Ehre kommt mir zuteil, dass ich mal eine Berührung erhaschen darf, von der ich aber ob ihrer Transienz nicht einmal sicher bin, ob ich sie tatsächlich als solche bezeichnen darf.
Heute hat mich mal wieder der schöne schwarz-weiße Border-Collie auf meinem Spaziergang überrascht, und dann bis nach Hause begleitet (und ich ihn dann bei seinem Zuhause wieder abgeliefert). Oder, man könnte eher sagen, be'astet', denn das Hinterherrennen mit übergroßen Ästen, die er dann mit ins Gebüsch nimmt, vor sich hinschmeißt, und sobald ich schneller gehe, triumphierend-hechelnd vor mir her trägt, ist seine Leidenschaft. Er zeigt mir immer sehr schön, dass die menschliche Sprache, das menschliche Verhalten nun nicht das einzige ist, was man auf dieser Welt an den Tag legen kann. Er folgt einer ganz anderen Logik. Und die verstehe ich nicht immer. Komisch aber, dass man sich wohl eingestehen muss, dass das noch nicht bedeutet, dass diese falsch ist. Dabei denkt man doch immer, dass all das, was nicht (menschlich) logisch ist, absolut keine Gültigkeit besitzt. Oder ich bin nicht klug genug, um die (menschliche) Logik hinter all dem Verhalten zu erblicken. Jedenfalls ergibt sich aus den dennoch sehr liebenswerten Begegnungen immer die seltsame Situation, dass ich nicht weiß, ob ich es nun lustig finde, was er macht, oder nicht, weil ich gleichzeitig am Grübeln darüber bin, wieso er das gerade tut, was er tut, und wie ich seine nächste Handlung voraussehen kann. Wie, als wäre man es von jemandem gewohnt, dass er Witze erzählt, die man nicht versteht, die manchmal tatsächlich als solche beabsichtigt sind, weswegen er erwartet, dass man lacht. Manchmal aber legt dieser jemand dich herein, und stellt hinterher die Frage: "Wieso lachst du denn? Das war doch gar kein Witz!". Und dann ist man beschämt und unsicher bezüglich der zukünftigen Situationen.
eute war ich zusammen mit meiner Freundin H. auf dem Konzert der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Programm: Klavierkonzert Nr. 1 von Johannes Brahms (Solistin: Yoko Kikuchi) sowie Antonin Dvoraks Symphonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ . Ich hatte von einem Freund zwei Freikarten für die erste Reihe bekommen, zwar für den linken Block, aber da zwei Plätze in der Mitte frei blieben, konnten wir uns diese nicht entgehen lassen: Wir saßen so nah an der Pianistin, dass wir jeder Bewegung ihrer Finger folgen konnten. Einerseits bezaubert von dieser unglaublichen Unmittelbarkeit war ich gleichzeitig erschreckt über die unbefleckte Menschlichkeit, die das gesamte Orchester, der Dirigent auf einmal zeigte. Was dort nur einen Meter weit vorne saß, war nicht die vollkommene Einheit und Harmonie, die das Stück präsentierte, sondern eine Art akustisch pixelierte Ansammlung von ganz fehlbaren Individuen, von denen jedes seine ganz eigene Spielweise hatte. Plötzlich konnte ich nicht mehr entscheiden, ob ich aufgrund der exklusiven Nähe zu den Musikern, zu denen ich aufschaue, oder aufgrund der durch die Nähe übertragenen Anspannung, bloß keinen falschen Ton zu spielen, nervös war. Das war mal ein Genuss der ganz anderen Art: Fast vergleichbar mit einem Kitzeln, bei dem man nicht recht entscheid